
Das Vorführfahrzeug im Bereich der verunglückten LKW
Diese Fahrt zu seinem Kunden hatte sich Uwe Irrgang, Außendienstmitarbeiter von Weber Rescue Systems, anders vorgestellt. Am Dienstag war er mit seinem VW T5 Firmenfahrzeug auf der Autobahn A6 unterwegs zu einem Kunden nach Bayern. Auf Höhe Ilshofen (Baden-Württemberg) kam er plötzlich zu einer Polizeisperre die den Verkehr von der Bundesautobahn ausleitete. Kurz zuvor war es auf der gegenüberliegenden Fahrbahn zu einer Massenkarambolage gekommen. Wie Irrgang gegenüber feuerwehrleben.de berichtet, erklärte er den Polizisten, dass sein Fahrzeug vollgeladen mit Geräten zur technischen Hilfeleistung ist. Daraufhin ließen ihn die Beamten zur Unfallstelle vorfahren. Zusammen mit den ersten Einsatzkräften traf Irrgang dort ein. Nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter stellte der Außendienstmitarbeiter verschiedene Geräte zur Verfügung und unterstützte bei der Rettung der eingeklemmten Insassen. So konnte beispielsweise ein LKW Fahrer aus seinem Fahrzeug befreit werden. Von der Leitstelle wurden Feuerwehren, THW und Rettungsdienste aus der gesamten Region an die Unfallstelle geschickt. Auch mehrere Rettungshubschrauber waren vor Ort.
Uwe Irrgang war als einer der ersten vor Ort.
Wie die Polizei berichtet kam es zu der Karambolage, weil der geplatzte Turbolader eines LKW eine massive Rauchentwicklung verursachte. Dadurch verunfallten ungefähr 12 LKW und 25 PKW. Insgesamt wurden bei dem Unfall zwei Menschen getötet. Drei weitere Personen wurden schwerverletzt, 20 Insassen erlitten leichte Verletzungen.
Nach knapp zwei Stunden war der Einsatz für Uwe Irrgang beendet und er setzte seine Fahrt zur Kundenvorführung fort.