FEUERWEHRLEBEN

Rettungspodest aus Steckleiterteilen

Selbstgebaute Rettungsplattform Steckleiterteile
Bildquelle: Feuerwehr Murnau

Bei der Feuerwehr muss zwangsläufig improvisiert werden. Nicht für jedes Einsatzszenario gibt es geeignete Gerätschaften. Daher ist es immer wieder interessant Einsatzberichte von anderen Feuerwehren zu lesen um Ideen für verschiedene Herangehensweisen zu bekommen.

Beim durchstöbern von Einsatzberichten der Feuerwehr Murnau bin ich auf einen Verkehrsunfall aufmerksam geworden der sich vor einigen Tagen ereignet hat. Das Problem bei diesem Einsatz war: Der PKW stand mit einer Seite an einer steilen Böschung zu einem Bach. Um trotzdem auf dieser Fahrzeugseite arbeiten zu können war es notwendig eine Plattform zu schaffen. Die klassische Rettungsplattform kam hier nicht zum Einsatz, da sie durch das steile Gefällt nicht aufgebaut werden konnte.

Rettungsplattform mit einfachen Mitteln (Quelle: Feuerwehr Murnau)

Aus diesem Grund haben sich die murnauer Einsatzkräfte mit vier Steckleiterteilen, ein paar Bohlen, einem Kantholz sowie Spanngurten beholfen. Jeweils 2 x 2 Steckleiterteile wurden über das Bachbett gelegt und auf der Seite des Unfallfahrzeuges mit zwei quergelegten Bohlen versehen. Zusätzlich wurde am Ende ein Balken angebracht. Dadurch erhält man eine Stufe die ideal ist um sich mit dem Fuß abzudrücken. Zudem fühlt man die Stufe durch den Stiefel und man weiß “oha, hier ist das das Podest  zu Ende”.

Die Rettungsplattform im Einsatz (Quelle: Feuerwehr Murnau)

Das ganze kann man natürlich auch noch weiter spinnen. Falls das Fahrzeug direkt im Bach liegt kann man mit einer ähnlichen Konstruktion eine Plattform um das Fahrzeug bauen um bessere Arbeitsmöglichkeiten am PKW zu haben.

Wie schauts bei Euch aus? Musstet Ihr eine ähnliche Konstruktion schon mal beim Verkehrsunfall einsetzen und wie seid Ihr vorgegangen?

Vielen Dank auch an die Feuerwehr Murnau für die Bereitstellung der Bilder.

Die mobile Version verlassen